27.02.2013: MAZ

Horst Amann gegen Ausweitung des Nachtflugverbots am neuen Flughafen BER in Schönefeld

Der Technikchef des Hauptstadtflughafens, Horst Amann, hat vor davor gewarnt, das geplante Nachtflugverbot auszuweiten. An den sogenannten Randzeiten von 22 Uhr bis 0 Uhr und von 5 Uhr bis 6 Uhr dürfe nicht gerüttelt werden, sagte Amann am Mittwoch in Berlin. „Sie sind exorbitant wichtig, sie sind für einen global operierenden Flughafen ein Muss”, sagte Amann.

Bislang ist ein Flugverbot von 0 Uhr bis 5 Uhr geplant, in den Randzeiten gelten Einschränkungen. Die rot-rote Koalition wollte am Mittwoch im Brandenburger Landtag ein Volksbegehren für mehr Nachtruhe am Hauptstadtflughafen annehmen.

Horst Amann glaubt zudem, dass die Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld auch unabhängig vom Nachtflugverbot nach Jahren starken Wachstums vor einer Stagnation stehen. „Wir erwarten eine Stabilisierung auf gut 25 Millionen Passagiere”, sagte Amann. 2012 hatte Berlin mit 25,1 Passagieren einen weiteren Rekord erzielt. Zuletzt hätten aber nicht zusätzliche Flüge, sondern nur noch größere Maschinen für Wachstum gesorgt, sagte Amann.

Der neue Hauptstadtflughafen werde bei seiner Eröffnung die Grenze seiner Kapazität erreichen, sagte Amann. Er ist für 27 Millionen Passagiere geplant, der Bau zusätzlicher Abfertigungskapazitäten im neuen Terminal werde aber geprüft.

Zurzeit sind Amann und sein Team noch mit der Bestandaufnahme am Flughafen beschäftigt. Der Technikchef rechnet damit, im Spätsommer Restarbeiten zu absolvieren und Mängel zu beseitigen. „Dann werden wieder richtig Leute auf die Baustelle kommen”, sagte Amann.
MAZ
27.2.2013
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